Umzug ins Pflegeheim – so wird er für Senioren weniger beschwerlich

 

Sie stehen vor der Entscheidung, dass ein geliebtes Familienmitglied ins Pflegeheim umziehen muss? Dann stehen für Sie und vor allem für die betroffene Person viele Veränderungen an. Nicht immer sind Senioren glücklich beim Gedanken, ihre bisherige Heimat zu verlassen und nun unter völlig neuen Bedingungen zu lesen. Tatsächlich gibt es aber einige Hilfsmethoden und Tricks, mit denen Sie dem geliebten Menschen den Umzug erleichtern können. Dabei gilt es vor allem, liebgewonnene Routinen nicht zu brechen!

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Die neue Umgebung kennenlernen – auch Senioren haben ein Mitspracherecht

Wenn der ältere Mensch umziehen muss, erwartet ihn eine völlig fremde Umgebung. Das macht Angst und hier können Sie schon einiges tun, um die Situation zu erleichtern. Suchen Sie das Pflegeheim nicht alleine aus, sondern beteiligen Sie die ältere Person daran. Immerhin ist sie es, die im neuen Zuhause glücklich werden muss. Viele Heime bieten auch tageweises Probewohnen an. So lässt sich bei noch rüstigen Senioren herausfinden, ob der Heimplatz den eigenen Vorstellungen entspricht.

Senioren nicht vergessen – an liebgewonnene Rituale denken


Für eine große Anzahl an betroffenen Senioren ist der Umzug ins Heim mit der Angst des Vergessenwerdens verbunden. Dem können Sie entgegentreten, indem Sie geliebte Rituale aufrecht erhalten. Ob im Heim oder Zuhause, die Mutter (oder der Vater) bleibt immer ein enges Familienmitglied und sollte weiterhin am Familienalltag teilnehmen. Haben Sie zuvor immer freitags telefoniert? Verzichten Sie nicht darauf, nur weil sich die Telefonnummer geändert hat.

Auch Geburtstage und andere Feierlichkeiten werden im Heim nicht weniger richtig. Zeigen Sie, dass Sie weiterhin für Ihren lieben Menschen da sind. Versenden Sie Muttertagsblumen mit Euroflorist , rufen Sie an und erzählen Sie von den Erlebnissen der Kinder und bleiben Sie in Verbindung. An besonderen Feiertagen wie Weihnachten oder bei Festlichkeiten wie Hochzeiten und Taufen holen Sie Ihr Familienmitglied ab und lassen Sie es an den Festen teilhaben.

Die Erinnerungen aufrecht erhalten – nicht alles plötzlich entziehen

Viele ältere Menschen haben Jahrzehntelang in der gleichen Wohnung gelebt, bevor es zum Umzug ins Pflegeheim kommt. Die gewohnte Umgebung zu verlieren wirkt bedrohlich und macht Angst. Werfen Sie gewohnte Möbel und Dekorationsgegenstände nicht einfach weg. Besprechen Sie stattdessen mit dem Pflegepersonal im Heim, ob Teile davon mitgenommen werden können. Zwar wird nicht die gesamte Einrichtung mit ins Heim umsiedeln, Dekorationsgegenstände oder kleineres Mobiliar aber vielleicht schon.

Wenn die Verwandten plötzlich die ganze Wohnung ausräumen und alles lieblos auf den Müll werfen, wirkt das auf die ältere Person wie eine Auslöschung der eigenen Existenz.

Fazit: Anteilnahme und Kontakt sind beim Umzug ins Pflegeheim wichtig

Auch Senioren können Heimweh verspüren und an den ersten Tagen im Pflegeheim passiert das fast jedem. Hier ist es wichtig, dass Sie als Angehöriger Kontakt aufrechterhalten und entsprechende Kontaktmöglichkeiten bereitstellen. Kümmern Sie sich um ein Telefon auf dem Zimmer, damit das Familienmitglied jederzeit anrufen kann. Rüstige Senioren können auch problemlos mit dem eigenen Handy umgehen. Nehmen Sie Sorgen und Ängste ernst, auch wenn der Umzug unvermeidbar ist. Manchmal hilft es auch, die ersten Tage mehrere Stunden mit der betroffenen Person im Heim zu verbringen. So können Sie ihr beim eingewöhnen helfen.