Die Forscher identifizieren eine Blutuntersuchung, um Alzheimer zu erkennen, bevor Symptome auftreten

Forscher haben einen neuen Test entwickelt, der Ärzten helfen könnte, die Alzheimer-Krankheit acht Jahre vor dem Auftreten der ersten Symptome zu erkennen. Lesen Sie auch – Traumatische Hirnverletzungen können das Alzheimer-Risiko erhöhen: Tipps zur Vermeidung von Kopfverletzungen

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Mit den derzeitigen Techniken kann die Alzheimer-Krankheit, die häufigste Ursache für Demenz, erst erkannt werden, wenn sich die typischen Plaques im Gehirn gebildet haben. Lesen Sie auch – Alzheimer-Krankheit: Ein Blutbiomarker kann sie Jahrzehnte vor Auftreten der Symptome erkennen

Zu diesem Zeitpunkt scheint eine Therapie nicht mehr möglich zu sein. Die ersten durch Alzheimer verursachten Veränderungen finden jedoch auf Proteinebene bis zu 20 Jahre früher statt.

“Sobald sich Amyloid-Plaques gebildet haben, scheint die Krankheit nicht mehr behandelt werden zu können”, sagte Studienmitautor Andreas Nabers von der Ruhr-Universität Bochum in Deutschland.

Bei Alzheimer-Patienten faltet sich das Amyloid-Beta-Protein aufgrund pathologischer Veränderungen lange vor dem Auftreten der ersten Symptome falsch.

Ein Forscherteam unter der Leitung von Klaus Gerwert von der Ruhr-Universität Bochum diagnostizierte diese Fehlfaltung erfolgreich mit einem einfachen Bluttest. Infolgedessen konnte die Krankheit ungefähr acht Jahre vor dem Auftreten der ersten klinischen Symptome erkannt werden.

Experimente zeigten jedoch, dass der Test nicht für klinische Anwendungen geeignet war, da der Test für neun Prozent der Studienteilnehmer falsch positive Diagnosen lieferte.

Um die Anzahl der korrekt identifizierten Alzheimer-Fälle zu erhöhen, haben die Forscher nun die zweistufige Diagnosemethode eingeführt.

Zu diesem Zweck verwenden sie den ursprünglichen Bluttest, um Personen mit hohem Risiko zu identifizieren. Anschließend fügen sie einen demenzspezifischen Biomarker hinzu, nämlich Tau-Protein, um weitere Tests mit den Testteilnehmern durchzuführen, deren Alzheimer-Diagnose im ersten Schritt positiv war.

Wenn beide Biomarker ein positives Ergebnis zeigen, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für Alzheimer, heißt es in der im Journal veröffentlichten Studie Alzheimer & Demenz: Diagnose, Bewertung & Krankheitsüberwachung.

“Durch die Kombination beider Analysen wurden 87 von 100 Alzheimer-Patienten in unserer Studie korrekt identifiziert”, sagte Gerwert.

“Jetzt können neue klinische Studien mit Testteilnehmern in sehr frühen Stadien der Krankheit gestartet werden”, fügte Gerwert hinzu.

Veröffentlicht: 4. Mai 2019, 15:00 Uhr