COVID-19 und seine Auswirkungen auf Krebspatienten

Nach den neuesten Berichten hat die COVID-19-Pandemie 92.798 Menschenleben gefordert und 1.521.252 weitere infiziert. Die aus Wuhan in China stammende Virusansteckung verwüstet heute die USA und Europa. Die Situation in Indien wird ebenfalls langsam kritisch. Anderen Ländern und Gebieten geht es nicht besser. Diese Krankheit hat das Gesundheitssystem überfordert und viele Nationen sind mit einem akuten Mangel an Beatmungsgeräten und persönlicher Schutzausrüstung konfrontiert. Sogar Masken sind für Mitarbeiter des Gesundheitswesens manchmal nicht verfügbar. In diesem Szenario setzen viele Krankenhäuser OPDs und Wahlverfahren aus. In einigen Ländern werden sogar Operationssäle als Intensivstationen genutzt, um den Zustrom von COVID-19-Patienten aufzunehmen. Lesen Sie auch – Delhi Gesundheitspersonal leidet nach dem COVID-19-Impfstoff unter einer leichten Reaktion: Was Sie erwarten sollten

Diese Krankheit ist besonders riskant für Menschen mit zugrunde liegenden Gesundheitszuständen und ältere Menschen. Menschen mit Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Diabetes können bei einer Infektion schwere Komplikationen erleiden. Krebspatienten fallen ebenfalls in die Hochrisikogruppe. Nach einer Analyse italienischer Patienten veröffentlicht in Die Lancet Onkologie20 Prozent derjenigen, die in Italien an COVID-19 starben, hatten aktiven Krebs. Lesen Sie auch – Schneller Bluttest sagt COVID-19-Patienten mit hohem Risiko für schwere Erkrankungen voraus: Studie

ESMO-Richtlinien für Krebspatienten

In Anerkennung dieser Tatsache hat die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) einige Richtlinien für medizinische Onkologen herausgegeben. Sie vermitteln auch Schulungen zum Umgang mit Krebspatienten während dieser Pandemie. Einige der Richtlinien beinhalten, dass Telemedizin-Diensten mehr Bedeutung beigemessen wird, Klinikbesuche reduziert werden und wenn möglich auf subkutane oder orale Therapien anstatt auf intravenöse umgestellt wird. Laut ESMO muss darauf geachtet werden, alle Arten von Infektionen zu vermeiden und zu kontrollieren. Sie raten auch davon ab, Patienten über 70 Jahre in Kliniken zu sehen, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich. Lesen Sie auch – “Ansteckender” britischer Stamm könnte bis März 2021 zur dominanten COVID-19-Variante werden, warnt CDC

Einige Krebspatienten sind möglicherweise gefährdeter als andere

Krebspatienten sind einem höheren Risiko ausgesetzt, da Behandlungsverfahren wie Chemotherapie und Strahlentherapie bei Lungenkrebs und Krebserkrankungen des Blutes oder des Knochenmarks das Immunsystem unterdrücken können. Dies gilt auch für Patienten, die sich einer Chemotherapie bei soliden Tumoren unterziehen. Verschiedene Arten von Krebs erzeugen eine Immunsuppression in unterschiedlichem Ausmaß. Patienten mit Blutkrebs haben ein stärker geschwächtes Immunsystem. Dies erhöht das Risiko schwerer Komplikationen erheblich. Patienten mit Dickdarm-, Brust- und Lungenkrebs schneiden in der Immunität normalerweise besser ab.

Das Risiko einer Immunschwäche ist in der Regel während der aktiven Krebsbehandlung am höchsten. Obwohl es keinen spezifischen Test gibt, um festzustellen, ob eine Person immunsupprimiert ist, weisen Befunde wie niedrige Leukozytenzahlen oder niedrige Spiegel an Antikörpern (auch Immunglobuline genannt) im Blut wahrscheinlich auf einen immungeschwächten Zustand hin.

Hier liegt das Ermessen eines Arztes

Gleichzeitig besteht die Befürchtung, dass der Krebs fortschreiten und zum Tod führen könnte, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird. Es ist also eine heikle Situation, die eine sorgfältige Behandlung erfordert. Der Arzt muss entscheiden, welche Risiken er eingehen soll. Natürlich kann die Fortsetzung der Behandlung in einer Klinik oder einem Krankenhaus zu Infektionen führen, die tödlich sein können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Eine Behandlung ist aber auch unerlässlich. Die Behandlung kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein, abhängig von den Entscheidungen multidisziplinärer Teams.

Klicken Sie hier für unsere neuesten Updates zu Coronavirus

Veröffentlicht: 10. April 2020, 21:43 Uhr | Aktualisiert: 10. April 2020, 21:45 Uhr