Antisoziale Jugendliche haben ein fünfmal höheres Risiko für einen frühen Tod

Laut einer Studie sterben Jugendliche mit Verhaltensstörungen und Substanzproblemen fünfmal häufiger vorzeitig als Gleichaltrige. Etwa jeder 20. stirbt im Alter von 30 Jahren. Lesen Sie auch – Sind Antibiotika für Jugendliche sicher – Was erwartet Sie?

In einer neuen Forschung, veröffentlicht in der Zeitschrift SuchtEs wurde festgestellt, dass der Drogen- und Alkoholkonsum bei Jugendlichen zwar mehr Aufmerksamkeit erregt, das asoziale Verhalten jedoch ein stärkerer Indikator für eine frühe Sterblichkeit bei Jugendlichen sein kann. Lesen Sie auch – 7 wichtige Tipps für eine positive Elternschaft Ihres Teenagers

Für die Studie untersuchten die Forscher die Sterblichkeitsraten von 1.463 Teenagern, die verhaftet wurden oder wegen Substanzproblemen oder Verhaltensstörungen zur Beratung überwiesen wurden. Die Forscher verfolgten außerdem 1.399 ihrer Geschwister und eine Kontrollgruppe von 904 Jugendlichen ähnlichen Alters und ähnlichen demografischen Hintergrunds. Mit einem durchschnittlichen Follow-up-Alter von 32,7 Jahren stellten die Forscher fest, dass 62 der ursprünglichen Probanden – mehr als 4 Prozent – gestorben waren, verglichen mit weniger als einem Prozent der Kontrollen. Lesen Sie auch – Vorsicht: Marihuana kann zu falschen Erinnerungen führen und psychotische Episoden auslösen

Geschwister der Probanden hatten ebenfalls höhere Sterblichkeitsraten, wobei etwa 2,4 Prozent starben. Substanzbedingte Todesfälle waren am häufigsten, ebenso wie verkehrsbedingte Todesfälle, Selbstmorde und Todesfälle infolge von Übergriffen.

“Diese Forschung macht deutlich, dass Jugendliche, die mit Verhaltensproblemen in Verbindung gebracht werden, einem extremen Risiko für vorzeitige Sterblichkeit ausgesetzt sind, das über das hinausgeht, was durch Substanzprobleme erklärt werden kann, und dringend größere Ressourcen benötigen”, sagte Richard Border, einer der Autoren und ein Doktorand an der Universität von Colorado Boulder in den USA.

Als die Forscher die Daten weiter analysierten, stellten sie fest, dass sowohl Verhaltensstörungen als auch der Schweregrad des Substanzkonsums mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko verbunden waren, Verhaltensstörungen jedoch ein stärkerer einzelner Risikofaktor waren.

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Veröffentlicht: 14. August 2018, 10:19 Uhr | Aktualisiert: 14. August 2018, 11:55 Uhr