Richtlinien für Drogentests am Arbeitsplatz des Bundes

Die Richtlinien für Drogentests von Bundesangestellten wurden erstmals 1988 vom US-amerikanischen Gesundheitsministerium (HHS) veröffentlicht und seit 1994, 1998, 2004 und 2010 mehrmals überarbeitet.

Die detaillierten, 51-seitigen "Obligatorischen Richtlinien für Drogentestprogramme am Arbeitsplatz" des Bundes sind online als PDF verfügbar.

Die Richtlinien wurden von der Behörde für Drogenmissbrauch und psychische Gesundheit (SAMHSA) entwickelt und zielen darauf ab, die Richtlinien und Verfahren für Drogentests für alle Bundesangestellten in allen Bundesbehörden zu standardisieren.

Vorgeschlagene wesentliche Änderungen

Im Jahr 2004 schlug SAMHSA eine Überarbeitung der Richtlinien vor. Nach einer öffentlichen Stellungnahme zu den vorgeschlagenen Änderungen wurde die Bekanntmachung der Änderungen im Dezember 2008 veröffentlicht und trat im Mai 2010 in Kraft.

Diese Vorschläge führten zu mehreren wesentlichen Änderungen der Politik:

  • Die Richtlinien wurden erweitert, um Labortests von Haar-, Mundflüssigkeits- und Schweißpflasterproben sowie Urinproben auf das Vorhandensein von Marihuana, Kokain, Phencyclidin, Opiaten (mit Schwerpunkt auf Heroin) und Amphetaminen (einschließlich Methylendioxymethamphetamin (MDMA)) einzuschließen. Methylendioxymethamphetamin (MDEA), Methylendioxyamphetamin (MDA).
  • Erlaubt die Verwendung von POCT-Geräten (Point-of-Collection-Test) vor Ort zum Testen von Urin und Mundflüssigkeit.
  • Erlaubte die Verwendung instrumentierter anfänglicher Testeinrichtungen (IITF) zur schnellen Identifizierung negativer Proben.
  • Schulungsanforderungen für Sammler, Tester vor Ort und medizinische Prüfer wurden hinzugefügt.

Zertifizierung von Laboratorien

Außerdem legen die obligatorischen Richtlinien die wissenschaftlichen und technischen Richtlinien für Drogentestprogramme am Arbeitsplatz des Bundes fest und legen Standards für die Zertifizierung von Labors fest, die Drogentests für Bundesbehörden durchführen.

Die Überarbeitungen der obligatorischen Richtlinien betreffen die Entnahme und Prüfung von Urinproben, die Anforderungen für die Zertifizierung von Instrumented Initial Test Facilities (IITF) sowie die Rolle und Standards von Sammlern und Medical Review Officers (MRO).

Definieren der Testanforderungen

In den neuen Richtlinien wurden insbesondere die Anforderungen definiert für:

  • Probenentnahmeverfahren
  • Sorgerechts- und Kontrollverfahren, die die Identität und Integrität der Spenderproben sicherstellen
  • Prüfeinrichtung
  • Anfangs- und Bestätigungstest-Cutoff-Konzentrationen
  • Analytische Testmethoden
  • Ergebnisüberprüfung und Berichterstattung
  • Bewertung alternativer medizinischer Erklärungen für positive Tests
  • Probleme mit der Laborzertifizierung

Drogentest-Tricks bekämpfen

Die Verwendung zusätzlicher Probentests außer Urin erfolgte nach dem Start eines Pilotprogramms im April 2000 zur Vorbereitung von Leistungstestmaterialien für andere Proben als Urin, um die Fähigkeit der Labore zu bewerten, Genauigkeit und Präzision zu erreichen.

Die Hinzufügung von Tests unter Verwendung von Haar-, Mundflüssigkeits- und Schweißpflasterproben als Ergänzung zu Urintests wurde vorgeschlagen, um Industrien zu bekämpfen, die sich dem "Suborning-Drogentest durch Verfälschung, Substitution und Verdünnung" widmen, berichtete SAMSHA.

Die Agentur berichtete auch, dass Haartests, mit denen der Drogenkonsum bis zu 90 Tage lang nachgewiesen werden kann, bei Tests vor der Einstellung nützlich sein könnten, orale Flüssigkeitstests den Drogenkonsum in Situationen nach Unfällen nachweisen könnten und Schweißpflastertests im Zusammenhang nützlich sein könnten mit Follow-up-Drogentests und Behandlungsprogrammen.

Schnelle Ergebnisse für negative Tests

Die Hinzufügung der Verwendung von POCT-Geräten und IITFs würde Regierungsbehörden schnelle Ergebnisse bei der Identifizierung negativer Proben liefern und gleichzeitig darauf hinweisen, dass die Probe gültig ist, stellte SAMHSA fest.

Alle Bundesbehörden, die Drogentests durchführen, müssen die von SAMHSA entwickelten verbindlichen Richtlinien befolgen. Dazu gehört, dass ein medizinischer Überprüfungsbeauftragter alle Testergebnisse bewertet und ein von SAMHSA zertifiziertes Arzneimittellabor verwendet.

Auch private Arbeitgeber verwenden Richtlinien

Private Arbeitgeber, die Drogentests bei ihren Mitarbeitern durchführen, müssen die Richtlinien von SAMHSA nicht befolgen. Die Einhaltung der Richtlinien hilft ihnen jedoch, auf einem festen Rechtsgrund zu bleiben, indem sie die Bundesverfahren anwenden und nur auf die in den Richtlinien genannten Drogen testen.

Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums haben Gerichtsentscheidungen die Einhaltung der Richtlinien unterstützt. Folglich entscheiden sich viele Arbeitgeber bei der Entwicklung ihrer eigenen Drogentestprogramme für die Einhaltung der Bundesrichtlinien.